Dr. Ulrike Dapp
Forschungskoordinatorin, Albertinen Haus – Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, Immanuel Albertinen Diakonie, Hamburg
Dr. rer. nat. Ulrike Dapp ist seit 1996 die wissenschaftliche Koordinatorin der Abteilung für klinisch-geriatrische Forschung an der Albertinen-Krankenhaus/Albertinen-Haus gGmbH. Sie promovierte an der Fakultät für Mathematik, Informatik und Geowissenschaften der Universität Hamburg, an der sie Geographie mit dem Schwerpunkt Medizinische-Geographie studierte. Mit 30 Jahren Erfahrung ist sie spezialisiert auf die Durchführung von Interventionsstudien zur Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung im Alter in regionalen, nationalen und europäischen Forschungsverbünden. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht die Longitudinal Urban Cohort Ageing Study (LUCAS), die seit dem Jahr 2000 eine repräsentative Gruppe von über 3.300 selbstständig lebenden Menschen ab 60 Jahren ohne obere Altersbegrenzung in Hamburg in unterschiedlichen Lebenslagen begleitet und in regelmäßigen Intervallen multidimensional dokumentiert (11. LUCAS Befragungswelle 2025/26 in Vorbereitung). Die in der ersten LUCAS Welle eingebettete randomisiert-kontrollierte Studie (RCT) „Aktive Gesundheitsförderung im Alter“ (1. Preisträger Deutscher Präventionspreis 2005 des BMG) liefert über einen Zeitraum von bisher 25 Jahren evidenz-basierte Erkenntnisse und Möglichkeiten zur positiven Beeinflussung der Entwicklung von Gebrechlichkeit (Frailty) und Pflegebedürftigkeit sowie zum Erhalt bzw. der Wiederherstellung von Selbstständigkeit und Mobilität im urbanen Aktionsraum (Ageing in Place). Ulrike Dapp hat umfangreich in Erst- und Co-Autorenschaft wissenschaftlich publiziert (peer-review Artikel, Buchbeiträge, Bücher) und über 300 Vorträge gehalten. Sie ist Mitglied in der European Academy for Medicine of Ageing (EAMA) und lehrt seit 20 Jahren regelmäßig zur Prävention im Alter u.a. an der Medizinischen Hochschule Hannover im Masterstudiengang Public Health und an der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in der Weiterbildung zum Facharzt / zur Fachärztin Öffentliches Gesundheitswesen.
„Prävention ist wichtig, da frühzeitige und passgenaue Interventionen Pflegebedürftigkeit im Alter verhindern oder hinauszögern können. Diese Kompression der Morbidität haben wir u.a. in unserer LUCAS Langzeit-Kohortenstudie nachgewiesen.“
