Glory in Prevention Award – Bewertungskriterien
Mit dem „Glory in Prevention Award” werden Projekte ausgezeichnet, die Prävention und Gesundheitsförderung innovativ, wirksam und nachhaltig umsetzen. Die Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Jury anhand transparenter Kriterien. Dabei werden sowohl allgemeine Qualitätsmerkmale als auch kategoriespezifische Schwerpunkte berücksichtigt. Zusätzlich können Bonuspunkte vergeben werden.
Die Bewertung der Einreichungen erfolgt über eine additive Punktevergabe aus allgemeinen und kategoriespezifischen Kriterien; ergänzend sind Bonuspunkte möglich.
1. Allgemeine Bewertungskriterien (30 Punkte)
Diese Kriterien gelten für alle eingereichten Projekte unabhängig von der Kategorie:
- Wirksamkeit, Evidenzbezug & Evaluation
Nachweis oder Plausibilität von positiven Effekten auf die Gesundheit bzw. Beitrag zur Vermeidung von Krankheiten sowie methodisch nachvollziehbare Evaluation und transparente Veröffentlichung der Ergebnisse. - Innovationsgrad & digitale Ansätze
Neuartigkeit des Ansatzes, kreative Ansprache der Zielgruppen sowie Nutzung innovativer (z. B. digitaler) Lösungen oder personalisierter Präventionskonzepte. - Partizipation, Empowerment & Reduktion gesundheitlicher Ungleichheit:
Aktive Beteiligung der Zielgruppen, Stärkung von Gesundheitskompetenz und Selbstwirksamkeit, Beitrag zum Abbau struktureller und sozialer Barrieren - Übertragbarkeit, Verstetigung & Ressourceneinsatz
Dauerhafte Verankerung im jeweiligen Setting sowie Übertragbarkeit in andere Regionen, Zielgruppen oder Strukturen (z. B. Regelversorgung, Kommune, Unternehmen) sowie angemessener, effizienter und nachhaltiger Ressourceneinsatz - Sichtbarkeit & Vernetzung
Qualität der Zusammenarbeit mit relevanten Partnern (u. a. Gesundheitswesen, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) und professionelle, zielgruppengerechte Kommunikation - Gesamteindruck & Kohärenz des Projekts
Gesamteindruck des Projekts, insbesondere die Klarheit der Zielsetzung und Maßnahmen sowie die Nachvollziehbarkeit der beschriebenen Wirkungen
2. Kategorie-spezifische Kriterien (10 Punkte)
Je nach Einreichung werden zusätzlich die folgenden kategoriespezifischen Kriterien berücksichtigt:
Kategorie „Prävention in Stadt und Land“
- Struktureller Ansatz & Lebensräume
Beitrag zur Schaffung bzw. Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Lebenswelten in Stadt oder Land (z. B. bewegungsfreundliche, alters- und generationengerechte Quartiere). - Bürgerbeteiligung & sozialer Zusammenhalt
Beteiligung von Bürger:innen, Initiativen und Vereinen sowie Förderung von Teilhabe, Chancengerechtigkeit und lokalem Zusammenhalt; Stärkung von Präventionsketten.
Kategorie „Prävention in der Medizin“
- Prävention in Versorgungsprozessen
Integration präventiver Ansätze in medizinische Versorgung über die Lebensspanne (z. B. Screening, Früherkennung, Risikostratifizierung, Demenzprävention). - Patientenorientierung & Versorgungsqualität
Beitrag zu patientenzentrierter Versorgung, Aufbau von Präventionsketten und Verbesserung der Versorgungsqualität.
Kategorie „Prävention in der Arbeitswelt“
- Integration in Unternehmensstrategie
Verankerung von Prävention in Unternehmenskultur und -strategie, erkennbarer Beitrag zu Gesundheit, Zufriedenheit und ggf. Reduktion von Fehlzeiten. - Mitarbeiterorientierung & Gesundheitskultur
Beteiligung der Mitarbeitenden sowie Förderung psychischer und physischer Gesundheit, inklusive einer gelebten Gesundheits- und Vertrauenskultur.
3. Bonuspunkte (bis zu 5 zusätzlich Punkte)
Die Jury kann für besondere Qualitätsaspekte zusätzlich Bonuspunkte vergeben:
- Übertragbarkeit & Skalierbarkeit
Klar erkennbares Potenzial oder konkrete Strategie zur Ausweitung auf andere Regionen, Zielgruppen oder Versorgungs-/Arbeitskontexte. - Gesellschaftliche Innovation & Chancengerechtigkeit
Besonderer Beitrag zu sozialer Teilhabe, Chancengerechtigkeit und Barrierefreiheit, insbesondere für vulnerable oder benachteiligte Gruppen. - Kommunikation & Öffentlichkeitswirkung
Herausragende Sichtbarkeit, Vorbildcharakter und Beitrag zu einem Umdenken in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft zugunsten von Prävention